Ob Tomaten-, Rote-Bete- oder Möhrensaft – Gemüsesäfte erfreuen sich laut aktuellen Zahlen des VdF einer zunehmenden Beliebtheit. Im Jahr 2025 stieg der Verbrauch um rund 10% im Vergleich zum Vorjahr auf 2,2 Liter pro Kopf. Daten der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) zeigen, dass sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüsesaft und -nektar seit 2019 kontinuierlich im Bereich um 1,9 Liter bewegte. 2024 stieg er auf 2,0 Liter. Gründe für die gestiegene Nachfrage sind nach Einschätzung des VdF unter anderem ernährungsphysiologische Eigenschaften wie enthaltene Ballaststoffe sowie gesundheitliche Aspekte, beispielsweise bei Rote-Bete-Saft.
Fruchtsaftverbrauch geht preisbedingt zurück
Insgesamt sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Frucht- und Gemüsesäften im Jahr 2025 laut VdF um 1,5 Liter auf 22,5 Liter. Der Absatz von Fruchtsäften und Nektaren ging um rund 6% zurück. „Die insgesamt rückläufige Entwicklung beim Fruchtsaft ist vor allem auf gestiegene Preise zurückzuführen“, erklärt Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des VdF. Gleichzeitig zeichnet sich beim Orangensaft aus Sicht des Verbands eine Entspannung ab, da die Preise offenbar ihren Höhepunkt überschritten haben.
Handelserleichterungen in Aussicht
Mit Blick auf den internationalen Handel bewertet der VdF das geplante EU-Mercosur-Abkommen grundsätzlich positiv. Die vorgesehenen Zollsenkungen für Orangensaft sollen voraussichtlich ab Mai 2026 über einen Zeitraum von acht Jahren schrittweise umgesetzt werden und dürften die Preise nur gering beeinflussen. Brasilien nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: Das Land produziert rund die Hälfte der weltweit angebauten Orangen und steht für etwa 80% des globalen Handels mit Orangensaft. Zudem gebe es Fortschritte bei der Bekämpfung der Zitruskrankheit Greening, die in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang der produzierten Mengen führte.
Ertragreiche Apfelernte
Beim Apfelsaft profitierte die Branche im Jahr 2025 von einer guten europäischen Ernte sowie einer ungewöhnlich hohen Streuobsternte. Für die aktuelle Saison lassen sich laut VdF jedoch noch keine verlässlichen Prognosen treffen. Gleichzeitig bleibe die Lage auf dem Frischmarkt wegen der zurückhaltenden Nachfrage unübersichtlich.










