Am Mittwoch, den 29. April 2026, um 19 Uhr lädt das Museum Brot und Kunst zur Eröffnung der Sonderausstellung „Honig für Kunst und Gesellschaft. Wie Bienen uns inspirieren“ ein. Die private Kunstsammlung Kraft mit Werken von Joseph Beuys und seinen Zeitgenossen wie Michael Buthe, Hede Bühl und Felix Droese bilden dabei den Kern der Ausstellung. Beuys hat sich zeit seines Lebens mit Bienen, Honig und Wachs beschäftigt. Er sah Bienen als Gestalterinnen, die – zusammen mit dem gesamten Volk – Nährendes und Wärmendes erzeugen. Und die über den Nektar mit der Sonne und der Erde verbunden sind. Honig und Wachs verstand er als Metaphern für Kunst und Ideen: „Die menschliche Fähigkeit ist nicht, Honig abzugeben, sondern zu denken, Ideen abzugeben. Das wird jetzt parallel gesetzt.“
Die Biene in der Kunst
Hinzu kommen zeitgenössische Kunstwerke, die zum Teil auf Beuys Bezug nehmen, teils aber auch andere Wege einschlagen. Matthias Danberg zeigt eine Skulptur mit integriertem Video, in dem Schläuche und Pumpen eine zentrale Rolle spielen. Lea Grebe zeigt uns die Fragilität der kleinen Wesen. Und Maximilian Prüfer verarbeitet in seinen Werken die Eindrücke aus der chinesischen Provinz Sichuan, in der Menschen Blüten von Hand bestäuben müssen, weil es keine Bienen mehr gibt. Die Künstlerinnen Jeanette Zippel und Bärbel Rothhaar haben eigene Imkererfahrungen, ihre Arbeiten entstehen aus der Faszination Biene und der Zusammenarbeit mit diesen Insekten. Alexandra Daisy Ginsberg imaginiert die Welt mit den Augen einer Biene.
„Honig“ der Gesellschaft
Neben der Kunst gibt es auch einen Bienenstock voller Fragen und Informationen, an dem Besucher/innen mehr über Bienen, Wachs und Honig erfahren können. Zentral ist dabei die Frage, welchen „Honig“ unsere Gesellschaft heute braucht. Hier kommen Expert/innen in Audio- und Videobeiträgen zu Wort. Fotos illustrieren das Gesagte. Darüber hinaus werden zwei nachhaltige und inspirierende Bienenprojekte vorgestellt.
Ein umfangreiches, aktionsreiches Begleitprogramm bereichert die Ausstellung und schafft für Erwachsene und Kinder sinnliche Zugänge zu den verhandelten Themen. Es wird in Kooperation mit dem Bezirks-Imkerverein und dem Botanischen Garten realisiert. Eröffnet wird die Ausstellung durch Direktorin und Kuratorin Dr. Isabel Greschat sowie den Sammler und Leihgeber Dr. Hartmut Kraft. Für die musikalische Umrahmung sorgen Markus Munzer-Dorn (Gitarre) und Jochen Anger (Klarinette).










