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Echte Euro-Banknoten weisen eine Vielzahl an Sicherheitsmerkmalen auf.
© Pixabay/ChristophMeinersmann
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
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Falsche Fuffziger?

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, ist die Menge von Falschgeld in Deutschland im Jahr 2024 gestiegen. Sie gibt wertvolle Tipps, wie man echtes von falschem Geld unterscheiden kann.

Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2024 rund 72.400 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 4,5 Mio. Euro im deutschen Zahlungsverkehr registriert. Damit erhöhte sich die Anzahl der Fälschungen gegenüber dem Vorjahr um 28%. „Die Anzahl der festgestellten Fälschungen stieg im Jahr 2024, gleichzeitig ging jedoch die Schadenssumme zurück. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Täter wieder vermehrt einfache Fälschungen mit geringerem Nennwert in Verkehr gebracht haben“, sagt Burkhard Balz, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für Bargeld. Dadurch sei im Jahr 2024 die Schadenssumme um 12% niedriger ausgefallen als im Vorjahr. „Insgesamt bleibt das Falschgeldaufkommen moderat: Rein rechnerisch entfielen 2024 neun falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner“, ergänzt Balz.

 

Verteilung der Fälschungen im Jahr 2024

Noten Anzahl Anteil (gerundet) Veränderung zum Vorjahr
5 € 1.020 1% +47%
10 € 4.759 7% +37%
20 € 20.552 28% +66%
50 € 29.103 40% +35%
100 € 10.385 14% +47%
200 € 5.827 8% -34%
500 € 767 1% -71%
Gesamt 72.413

 

Falschgeld erkennen

Ein großer Anteil der Fälschungen war laut Bundesbank wie in den Vorjahren sehr leicht erkennbar. Die Banknoten hatten den Aufdruck „MovieMoney“ oder „Prop copy“ und wiesen keinerlei Nachahmungen der Sicherheitsmerkmale auf. Da Falschgeld nicht ersetzt wird, empfiehlt die Deutsche Bundesbank dringend, Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ zu prüfen. Dabei empfiehlt es sich, eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten zu vergleichen und stets mehrere Sicherheitsmerkmale zu betrachten.

  • Fühlen:

Bei den meisten Euro-Banknoten fühlt sich das Banknotenpapier griffig und fest an.
Bei der Europaserie wurden die 5-, 10- und ein Teil der 20-Euro-Banknoten lackiert und fühlen sich deshalb glatt und fest an. Von den 20-Euro-Banknoten kommen sowohl lackierte als auch nicht lackierte Stücke im Zahlungsverkehr vor.
Auf den Vorderseiten der Banknoten sind hervorgehobene Teile des Druckbildes als Relief zu fühlen. Am linken Rand findet sich zum Beispiel in der Europa-Serie der Schriftzug „BCE ECB EЦБ EZB EKP EKT EKB BĊE EBC“ (sowie „ESB“ ab der 50-Euro-Banknote) und zusätzlich Schraffuren am rechten und linken Rand.

  • Sehen:

Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich jeder Banknote als Schattenbild sehen, wenn man sie gegen das Licht hält.
Im oberen Bereich des Hologrammstreifens befindet sich bei der Europa-Serie ab der 20-Euro-Banknote ein durchsichtiges Fenster. Es zeigt ein Porträt der Europa, einer Figur aus der griechischen Mythologie.

  • Kippen:

Die Banknoten der Europa-Serie weisen auf der Vorderseite links unten die Smaragdzahl auf: Beim Kippen verändert sich deren Farbe, und ein heller Balken wandert auf- bzw. abwärts.
Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen der Banknote. Es zeigen sich regenbogenfarbige Effekte, welche die Motive umgeben.
Die 100- und 200-Euro-Banknoten haben zusätzliche Sicherheitsmerkmale: In der Smaragdzahl sind mehrere Euro-Symbole zu sehen, die ihre Farbe ändern. Im Hologramm ist das Satellitenmerkmal zu finden. Hier kreisen zwei Euro-Zeichen um die Wertzahl.

Wie die Prüfung „Fühlen-Sehen-Kippen“ in der Praxis aussieht, erfährt man auf der Website der Europäischen Zentralbank. Bei der Echtheitsprüfung von Münzen können laut Bundesbank folgende Hinweise helfen:

  • Bei echten Münzen tritt das Münzbild deutlich abgegrenzt aus dem Münzgrund hervor. Münzfälschungen wirken dagegen oft verschwommen und weisen häufig Unebenheiten auf. Die Farbtönung weicht in der Regel von echten Münzen ab.
  • Die Randprägungen der echten 2-Euro-Münzen sind gestochen scharf in den Münzrand eingeprägt. Fälschungen weisen häufig unvollständige oder unregelmäßige Randprägungen auf.
  • Echte 1- und 2-Euro-Münzen sind nur schwach magnetisch. Sie bleiben zwar am Magneten haften, lassen sich dann aber auch leicht wieder ablösen. Fälschungen hingegen werden in der Regel entweder nicht angezogen oder haften sehr fest am Magneten.

Im Jahr 2024 wurden rund 141.300 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, handelte es sich dabei überwiegend um Fälschungen von 2-Euro-Stücken (96%).

Für den Einzelhandel und andere Interessierte bietet die Deutsche Bundesbank eine Online-Falschgeldschulung an, die jederzeit hier abgerufen und absolviert werden kann.

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