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Ob Tofu oder andere Varianten: Pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten stehen im Fokus, wenn es darum geht, Agrar- und Ernährungswirtschaft nachhaltiger zu gestalten.
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Titelseite BÄKO-magazin Ausgabe 3-26
Branche aktuell

Ernährung nachhaltiger gestalten

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) hat am 22. Juli 2025 ein Gutachten über Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln übergeben. Er sieht großes Potenzial für eine nachhaltigere Ernährung.

Der WBAE übergab sein Gutachten „Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch: Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung“ an Bundesminister Alois Rainer. In dem knapp 400 Seiten umfassenden Papier beleuchtet der Beirat unter anderem die aktuelle und zukünftige Bedeutung dieser Produkte für Verbraucher/innen, gesundheitliche Aspekte sowie mögliche Auswirkungen auf Umwelt und landwirtschaftliche Produktion.

 

Gezielte Maßnahmen empfohlen

Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mitteilt, nimmt das Gutachten die Bedeutung und Potenziale von Alternativprodukten zu tierischen Lebensmitteln in den Fokus. In Abwägung der Chancen, Herausforderungen und Grenzen von Alternativprodukten sieht der WBAE in der Entwicklung pflanzlicher und biotechnologischer Alternativprodukte Potenzial für eine nachhaltigere Agrar- und Ernährungswirtschaft. Der Beirat empfiehlt der Bundesregierung daher gezielte Maßnahmen auszubauen, beispielsweise durch mehr Investitionen in diesem Bereich sowie transparente und verlässliche Verbraucherinformation.

 

Vielseitiges und ausgewogenes Essen

Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer sagt: „Unser Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz ist mit seinen Stellungnahmen ein unverzichtbarer Partner meiner Arbeit. Ich danke allen Mitgliedern für ihr langjähriges, großes Engagement. Ziel der Bundesregierung ist es, vielseitiges und ausgewogenes Essen zu stärken, ohne den Konsumenten Vorgaben zu machen. Verbraucher sollen nach ihren Präferenzen entscheiden können und jeweils ein gutes Angebot vorfinden. Dabei werden wir die Verbraucher durch Information und klare Kennzeichnung unterstützen. Das neue Gutachten zeigt, welche Rolle Alternativprodukte spielen können. Mir ist wichtig, das eine nicht gegen das andere auszuspielen. Im Koalitionsvertrag haben wir unter anderem bereits vereinbart, den heimischen Anbau von Eiweißpflanzen sowie die Entwicklung und Markteinführung nachhaltiger alternativer Proteine zu stärken. Wir wollen unsere Land- und Ernährungswirtschaft für diesen wachsenden Markt gut aufstellen und eine EU-Proteinstrategie unterstützen.“

Das Gutachten des WBAE ist hier zu finden.

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