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Bernd Ohlemeyer; Jörg Bischoff; Wolfgang Hoffmann; Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW; Carmen Heinke; Andreas Saure; Karl-Heinz Grote; Benedikt Rotte; Berthold Schröder, Präsident des WHKT
© WHKT/RG
Titelbild BÄKO-magazin Ausgabe 10/26
Branche aktuell

Ehrenamt mit Herz und Hand

Gleich zwei Unternehmer des backenden Handwerks – Carmen Heinke und Karl-Heinz Grote – sind beim „Treffpunkt Ehrenamt Handwerk NRW“ ausgezeichnet worden. Die Veranstaltung fand auf Schloss Raesfeld bereits zum zwölften Mal statt.

Die ausgewählten sieben Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz Nordrhein-Westfalen berichteten eindrucksvoll davon, wie sie ihr Ehrenamt mit großem Engagement, Herzblut und persönlichem Einsatz gestalten. Die zwei Vertreter der backenden Zunft sind Carmen Heinke und Karl-Heinz Grote, deren herausragendes ehrenamtliches Engagement hier gewürdigt wurde.

Im Gespräch mit Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur, WHKT-Präsident Berthold Schröder und Moderatorin Michaela Padberg, gaben sie Einblicke in ihre Beweggründe und persönlichen Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, welchen persönlichen Stellenwert das Ehrenamt für sie hat, wie bereichernd der Einsatz für andere sein kann und was Menschen dazu bewegt, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

 

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Neubaur betonte: „Vieles würde nicht funktionieren, wenn Handwerkerinnen und Handwerker nicht so oft ehrenamtlich mitanpacken würden – für ihre Stadt, ihre Gemeinde, ihre Nachbarschaft, für Projekte, die sonst teuer bezahlt werden müssten. Meisterinnen, Gesellen und Auszubildende engagieren sich nicht nur sozial, sie tragen auch die wirtschaftliche Selbstverwaltung und das Ausbildungswesen – ehrenamtlich. Das macht aus einer Gemeinschaft mehr als die Summe vieler Einzelner.“ Und WHKT-Präsident Berthold Schröde ergänzter: „Das Ehrenamt im Handwerk steht für Verantwortungsbewusstsein, Zusammenhalt und die Bereitschaft, mehr zu tun als die eigene Pflicht. Die Menschen, die wir beim Treffpunkt Ehrenamt Handwerk NRW zusammenbringen, stärken mit ihrem Einsatz unsere Regionen und unsere Gesellschaft. Sie geben Wissen weiter, schaffen Chancen, helfen anderen und halten die Gemeinschaften lebendig. Dafür gebührt ihnen unser ausdrücklicher Dank und unsere Anerkennung. Der Treffpunkt Ehrenamt ist zugleich ein Zeichen an alle, die sich engagieren oder über ein Ehrenamt nachdenken: Ihr Einsatz zählt. Das Handwerk lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Erfahrung, ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für andere einbringen. Dieses Engagement verdient Sichtbarkeit – und es verdient Unterstützung.“

 

Und das sagte die Jury über die beiden Vertreter der backenden Zunft:

Carmen Heinke, Bäckerei Hardt, Köln:
Carmen Heinke, Geschäftsführerin der Bäckerei Hardt, verbindet unternehmerisches Handeln mit vielfältigem gesellschaftlichem Engagement. Seit vielen Jahren unterstützt die Bäckerei durch regelmäßige Spendenaktionen gemeinnützige Projekte. Mit dem jährlichen „Feuerwehrbrot“ werden Spenden für die Jugendfeuerwehr gesammelt. Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal konnten durch den Verkauf eines „Spendenbrotes“ und eine zusätzliche Sammelaktion innerhalb von zehn Tagen mehr als 10.000 Euro eingeworben werden. Darüber hinaus unterstützt die Bäckerei regelmäßig das Kinder- und Jugendprojekt „HöVi-Land“, den Ortsring Eil sowie soziale Einrichtungen durch die Weitergabe nicht verkaufter Lebensmittel. Im Jahr 2021 wurde ihr der mit 10.000 Euro dotierte Meisterpreis der Stiftung KölnHandwerk verliehen. Das Preisgeld spendete Carmen Heinke vollständig für gemeinnützige Zwecke.

 

Karl-Heinz Grote, Goldbäckerei Grote GmbH & Co. KG, Balve-Langenholthausen:
Für Bäckermeister Karl-Heinz Grote gehört gesellschaftliche Verantwortung zum Selbstverständnis eines Handwerksunternehmers. Die Goldbäckerei Grote unterstützt regelmäßig Kinder-, Jugend- und Sportprojekte durch Trikotwerbung, Brötchenspenden und die Förderung von Vereinen. Zudem öffnet das Unternehmen seine Backstube für Besuchergruppen und verbindet die Führungen mit einem Spendenprojekt zugunsten eines gemeinsam mit der Kolpingsfamilie Balve-Garbeck betreuten Entwicklungsprojekts. Darüber hinaus engagiert sich Karl-Heinz Grote für den Aufbau von Bäckereien in Uganda, um Menschen durch handwerkliche Ausbildung und Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltige Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

 

 

 

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