Über Generationen hinweg war das Butterbrot fester Bestandteil des deutschen Alltags. Ob als Pausenbrot in der Schule, als Proviant auf Wanderungen oder beim Abendbrot mit der Familie: Die genussvolle Kombination aus Brot, Butter und verschiedenen Brotbelägen prägte Essgewohnheiten über Jahrhunderte, wie kein ein anderes Lebensmittel. Seitdem geriet es zunehmend in den Hintergrund. Während sich die Menschen früher maßgeblich von Brot ernährten und den Fleischverzehr auf den Sonntagsbraten beschränkten, werden heute pro Kopf nur noch rund 21 kg Brot, jedoch 53 kg Fleisch pro Jahr verzehrt. Dabei spricht vieles für eine Renaissance traditioneller Brotmahlzeiten wie z.B. dem Abendbrot. Denn Brot trägt durch seinen Gehalt an komplexen Kohlenhydraten, pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen sowie Vitaminen der B-Gruppe und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Zink in allen Varianten wesentlich zur Energieversorgung, zur Stoffwechselregulation und zur langfristigen Aufrechterhaltung der Gesundheit bei.
An die Tradition anknüpfen
Kulturell ist das Butterbrot tief verankert: Unterschiedliche Bezeichnungen wie „Stulle“, „Bemme“ oder „Knifte“ zeigen seine regionale Vielfalt. Mit dem „Tag des Deutschen Butterbrotes“ wird dieser Stellenwert seit 1999 unterstrichen. In diesem Jahr fällt er auf den 26. September. Und nicht zuletzt ist die Deutsche Brotkultur ein anerkanntes UNESCO Kulturerbe. Der „Tag des Deutschen Butterbrotes“ ist eine gute Gelegenheit für Bäckereien, den Brotgenuss in Szene zu setzen. Wie das funktionieren kann, zeigt die Bäckerei Die Lohners aus Polch. Im September möchte sie das Butterbrot in all seinen Facetten neu beleuchten. Neben verschiedenen belegten Broten sowie Rubbellosen für alle Brotkunden bildet ein großer Kunstwettbewerb den Kern der Aktion: Gesucht werden besonders kreativ belegte Brote. Nicht nur eine Fachjury, sondern auch die Instagram-Nutzer werden Gelegenheit haben, über die Sieger-Motive abzustimmen.
„Ein gutes Butterbrot steht für Bodenständigkeit, Genuss und Nähe zu den Menschen“, betont Achim Lohner, der gemeinsam mit seiner Frau Ellen die Bäckerei Lohner aufgebaut hat. Geschäftsführer Bernd Kütscher ergänzt: „Das Butterbrot verbindet Generationen. Und genau diese Verbindung möchte unser großartiges Team im September in den Fachgeschäften sichtbar machen und feiern.“










