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Abiturientenanteil im Handwerk steigt

Die direkte Ansprache von Studienabbrechern und Abiturienten macht sich im Handwerk bezahlt: Die Zahl der Abiturienten unter den Azubis im Handwerk ist 2012 von 8,1 auf 9,2% gestiegen.

Die direkte Ansprache von Studienabbrechern und Abiturienten macht sich im Handwerk bezahlt, so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke gegenüber der Rheinischen Post aus Düsseldorf. Schwannecke fordert eine bessere Beratung über die Chancen der beruflichen Bildung an Gymnasien und Hochschulen. Die direkte Ansprache und individuelle Beratung von Abiturienten und Studienabbrechern mache sich im Handwerk mittlerweile bezahlt. So sei die Zahl der Abiturienten unter den Azubis im Handwerk 2012 von 8,1 auf 9,2% gestiegen.

„Echte Alternative“
„Die Meisterausbildung bereitet qualifizierte Nachwuchskräfte optimal auf die Führung eines Betriebs vor. Sie ist daher gerade auch für Abiturienten und Studienabbrecher eine echte Alternative. Zumal für engagierte Auszubildende die Meisterausbildung bereits direkt nach der Gesellenprüfung begonnen werden kann. Die Politik beklagt den Rückgang der Zahl der jungen Leute, die eine Unternehmensgründung anstreben – da kann geholfen werden. Indem talentierten Jugendlichen mit guter schulischer Vorbildung rechtzeitig die berufliche Bildung als echte Alternative zum Studium empfohlen wird“, betonte Schwannecke. Projekte für Studienabbrecher wie die Zusammenarbeit der Handwerkskammer Würzburg (www.karriereprogramm-handwerk.de) mit der dortigen Universität weisen nach seiner Auffassung den richtigen Weg.

Deutschland könne es sich gar nicht leisten, junge Leute nur einseitig zu beraten und an der Universität „in eine Sackgasse laufen zu lassen“. „Im Handwerk machen wir die Erfahrung, dass viele junge Menschen nach der betrieblichen Ausbildung doch noch erfolgreich den Weg zum Studium finden – um dann in den Mittelstand als gesuchte Fach- und Führungskräfte oder Unternehmer zurückzukehren. Eine weitere Alternative ist die steigende Zahl von dualen Studiengängen – die Kombination von betrieblicher Ausbildung und Bachelor-Studium“, erläuterte Schwanecke.

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