Die EBÄKO hat auf ihrer 121. Generalversammlung in Oldenburg auf ein insgesamt herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt und gleichzeitig wichtige strategische Weichen für die Zukunft gestellt. Angesichts steigender Kosten und struktureller Veränderungen im backenden Handwerk richtet sich die Genossenschaft konsequent auf mehr Effizienz und Anpassungsfähigkeit aus.
Stabilität trotz herausfordernder Kostendynamik
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die EBÄKO einen Umsatz in Höhe von 361,4 Mio. Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Während sich der Gesamtumsatz stabil entwickelte, belasteten gleichzeitig insbesondere tariflich bedingt höhere Personalkosten sowie gestiegene Maut-, Energie- und CO₂-Kosten die Ergebnisentwicklung. Der Jahresüberschuss lag bei rund 422 Tsd. Euro. „Das Geschäftsjahr war geprägt von hoher Kostendynamik und anspruchsvollen Marktbedingungen. Gleichzeitig konnten wir durch gezielte Maßnahmen erste Effekte in der Effizienzsteigerung erzielen“, erklärte geschäftsführender Vorstand Andreas Mensing. Auch der geschäftsführende Vorstand Martin Tapken ordnet die Entwicklung ein: „Die aktuellen Rahmenbedingungen verlangen von uns klare Prioritäten und konsequentes Handeln. Entscheidend ist, dass wir unsere Strukturen so weiterentwickeln, dass wir auch künftig wirtschaftlich stabil und wettbewerbsfähig bleiben.“ Ein großer Erfolg war die gemeinsam mit der BÄKO West veranstaltete RegioBack am 22. und 23. Februar 2026. Über 3.000 Besucher/innen kamen zur Messepremiere.
Wie Benjamin Bröring vom Genossenschaftsverband Weser-Ems berichtete, ergab die gesetzliche Prüfung keinerlei Beanstandungen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden seitens der Versammlung einstimmig entlastet.
Neuer Logistikstandort geplant
Der Blick auf die aktuellen Strukturzahlen der Branche zeigte: Die Entwicklung im backenden Handwerk blieb 2025 angespannt. Die Zahl der Betriebe in Deutschland ging weiter zurück, während Kostensteigerungen bei Energie, Rohstoffen und Personal die Betriebe unter Druck setzen. Gleichzeitig zeigt die Branche Widerstandskraft: Die Umsätze im Bäcker- und Konditorenhandwerk entwickelten sich stabil bis leicht positiv, und die Zahl der Ausbildungsverträge legte erneut spürbar zu. Vor diesem Hintergrund setzt die EBÄKO auf eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Strukturen. Ein zentrales Projekt ist die Suche nach einem neuen, zukunftsfähigen Logistikstandort in der Region Münster. Perspektivisch sollen die bestehenden Standorte Münster und Bielefeld ersetzt werden, um Effizienz, Prozesse und Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.
Wechsel im Aufsichtsrat
Im Rahmen der Generalversammlung gab es Veränderungen im Aufsichtsrat. U.a. schied der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Baalk wegen Erreichens der Altersgrenze satzungsgemäß aus dem Gremium aus. Die Versammlung dankte ihm mit stehendem Applaus für sein unermüdliches Engagement. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats wurde Jörg Ripken zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Kennzahlen 2025
Umsatz: 361,4 Mio. Euro (+0,1%)
Bilanzgewinn: 218 Tsd. Euro
Eigenkapitalquote: 64,4%
Dividende: 4% (68,9 Tsd. Euro)
Mitglieder: 620 (–49)
Ein Strandkorb für große Verdienste: Der später in der konstituierenden Sitzung zum neuen ARV gewählte Jörg Ripken (r.) dankte dem scheidenden ARV Dietmar Baalk und seiner Frau Regine Baalk für Ihr großes Engagement für die Genossenschaft.
Michaela Wolke wurde von Dietmar Baalk für Ihr Engagement im Aufsichtsrat der EBÄKO mit Präsenten bedacht.
Dietmar Baalk bedankte sich bei Georg Krimphove (r.) für seinen langjährigen Einsatz in Vorstand und Aufsichtsrat.












