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Der geschäftsführende Vorstand Thomas Thiemann (r.) dankte Ingolf Methner für jahrzehntelange loyale Arbeit.
© Christian Hengstermann
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
BÄKO aktuell

Stabilität und neue Aufgaben

Am 22. September 2025 kamen die Mitglieder der BÄKO Thüringen in Weimar zur Generalversammlung zusammen. Vorstand und Aufsichtsrat berichteten gemeinsam mit dem Prüfungsverband über das abgelaufene Geschäftsjahr und die anstehenden Herausforderungen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Süpke begrüßte die Teilnehmenden und leitete in die Tagesordnung über. Die Regionalgenossenschaft bewies trotz einigem „Gegenwind“ Stabilität: Die Umsatzerlöse der BÄKO Thüringen beliefen sich 2024 auf rund 26,6 Mio. Euro, was einem leichten Rückgang von 0,1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Unsere Mengen sind stabil geblieben – das ist angesichts der aktuellen Marktlage ein starkes Signal“, betonte der geschäftsführende Vorstand Thomas Thiemann.

Die Bilanzsumme lag bei 8,3 Mio. Euro, das Eigenkapital stieg auf über 7 Mio. Euro. Damit erreicht die Genossenschaft eine außergewöhnlich hohe Eigenkapital­quote von 84,8%. Der Vorstand schlug den Mitgliedern vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 156,8 Tsd. Euro für eine Dividende in Höhe von 8% (61 Tsd. Euro) und eine Einstellung in andere Ergebnisrücklagen (95,8 Tsd. Euro) zu verwenden. Dieser Vorschlag fand ebenso die ungeteilte Zustimmung der Mitglieder für die übrigen Regularien und die Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat der BÄKO Thüringen.

 

Neue Rolle als Systemlogistiker

Ein Schwerpunkt der Entwicklung war im Berichtsjahr die Umstellung eines wesentlichen Großkunden auf das Systemlogistikmodell. „Wir übernehmen für diesen Partner nicht mehr primär den Warenhandel, sondern die gesamte Logistik. Das verschiebt unsere Rolle – und bindet den Kunden noch enger an uns“, erklärte Thiemann. Mehr Flexibilität im Transportwesen wird auch durch den Ausbau des Fuhrpark erreicht; außerdem erhielt die BÄKO Thüringen erstmals eine Güterkraft­verkehrslizenz. „Damit können wir Transporte eigenständig abwickeln, Kosten besser steuern und sind unabhängiger von externen Speditionen“, freut sich der GF.

Die turnusmäßige Prüfung, für die erstmals der PDG Genossenschaftlicher Prüfungsverband e.V. aus Erfurt verantwortlich zeichnete, bestätigte die solide Geschäftsbasis und bescheinigt der BÄKO Thüringen neben der Ordnungsmäßigkeit ihrer Buchführung auch eine sehr gute Vermögens-, Finanz- und Ertrags­lage. Die Mitglieder wählten die Bäckermeister Christian Hengstermann (Sondershausen) und André Lampe (Roßleben) anlässlich der Generalversammlung einstimmig erneut in den Aufsichtsrat. Emotional wurde es dann bei der Verabschiedung von Ingolf Methner, der nach 33 Jahren in der Buchhaltung der BÄKO Thüringen in den Ruhestand trat. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir uns von einem verlässlichen Kollegen verabschiedet, der die BÄKO über Jahrzehnte geprägt hat“, würdigte Thomas Thiemann seine Verdienste. Methners Nachfolger Christoph Holland-Moritz wurde in Weimar den Mitgliedern vorgestellt.

Für 2025 rechnet die Regionalgenossenschaft mit einem leicht rückläufigem Handelsumsatz infolge der Systemlogistikumstellung. Demgegenüber sollen die Erträge aus den logistischen Dienstleistungen wachsen. Das Ziel liegt bei rund 690 Tsd. Euro Jahresüberschuss vor Warenrückvergütung – getragen von Effizienz, Prozessdisziplin und einer starken Eigenkapitalbasis.

 

Kennzahlen 2024

Umsatz: 26,6 Mio. Euro (–0,1%)
Bilanzgewinn: 156,8 Tsd. Euro
Dividende: 8% (61 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote: 84,8%
Mitglieder: 84 (–4)

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