on on on
Thomas Kling und Martin Schuster vor dem Wasserspeicher der neuen Anlage – beide waren hauptverantwortlich für die erfolgreiche Umsetzung.
©
TITEL BÄKO-magazin 1-26
BÄKO aktuell

Pionierarbeit auf drei Säulen

Nachhaltig unterwegs in Sachen Heizung, Strom und E-Mobilität: Das groß angelegte Dekarbonisierungs­vorhaben der BÄKO Süd-West ist jetzt umgesetzt.

Schon Mitte 2023 war man gestartet; unterstützt wurde die BÄKO Süd-West dabei von der Pfalzwerke AG. „Wir haben natürlich auch schon davor viele nachhaltige Themen umgesetzt – wie etwa die Umstellung auf LEDs“, sagt Martin Schuster, Nachhaltigkeitsbeauftragter der BÄKO Süd-West. „Doch dann haben wir uns zur Verabschiedung einer Nachhaltigkeitsstrategie entschlossen, die bewusst sehr viel weiter greift als primär ökonomische Vorteile erzielen zu wollen.“ Ganzheitlichkeit ist hier das Stichwort. Die jetzt umgesetzte Dekarbonisierung umfasst daher drei Säulen: Wärme, Strom und Mobilität.

 

Viel Manpower und Nerven nötig

Bereits 2021 wurde die erste Photovoltaikanlage installiert, zwei Jahre später kam die zweite dazu – insgesamt 702,18 kWp werden so erzeugt. In einem nächsten Schritt wurde die veraltete Öl­heizung ersetzt. „Hier haben wir uns nach reiflicher Überlegung schließlich für eine Wasser-Wärme-Pumpe entschieden“, erklärt Schuster. Was den Ansatz der Regionalgenossenschaft aber zudem so besonders mache, sei die Verzahnung der einzelnen Elemente und das ausgeklügelte Lasten­management. „Natürlich ist unsere PV-Anlage beispielsweise mit unserer Elektromobilität verbunden“, sagt Schuster. „Der Clou hinter allem ist die smarte Lösung, die dahintersteckt. Sie garantiert erst, dass die verfügbare Energie immer bestens verteilt werden kann.“ Erst dadurch sei gewährleistet, dass man langfristig den Energieverbrauch weiter optimieren könne. Ein wichtiger Baustein sei hier die dritte Säule der Mobilität. „Denn die E-Flotte ist natürlich der beste Stromspeicher, den man überhaupt haben kann!“ Die Regionalgenossenschaft kann mittlerweile eine „E600“-Sattelzugmaschine von Mercedes-Benz und die kürzere City-Sattel-Variante ihr Eigen nennen. Anfang 2026 sollen nochmal zwei weitere E-Lkws über den Hof rollen. Geladen werden sie über drei neue Ladesäulen und vier Ladepunkte.

Dass die Regionalgenossenschaft, begleitet von der Expertise der Pfalzwerke AG, hier echte Pionierarbeit geleistet hat, zeigte sich bei der Umsetzung immer wieder. „Es war ein riesiger Lernprozess für alle Beteiligen“, resümiert auch Vorstand Jochen Früauff. „Denn vieles davon ist so neu, dass es manche technischen Lösungen noch gar nicht gibt. Oder es scheiterte im ersten Zug an Feinheiten!“ Damit dieser absolute Kraftaufwand, den die Regionalgenossenschaft für dieses Nachhaltigkeitsprojekt auf sich genommen hat, nicht immer wieder neu gestemmt werde müsse, sei zudem ein Wissenstransfer geplant, betont Früauff – auch das gehöre zum ganzheitlichen Ansatz. „Uns ist es gelungen, einen Mehrwert für unser Grundstück, für unsere Genossenschaft und auch für die Umwelt zu schaffen.“

BÄKO Süd-WestNachhaltigkeit

Marktplatz Digital

Das könnte Sie auch interessieren