Der Aufsichtsratsvorsitzende Sven Knauber und der geschäftsführende Vorstand Ewald Engel hießen die Mitglieder in „Peters Hotel & Spa“ in Homburg-Jägersburg willkommen. Nach der Begrüßung vermittelte Jean-Pierre Nachtsheim, Geschäftsführer der BÄKO-ZENTRALE, in seinem Grußwort Eindrücke von den mannigfaltigen Herausforderungen der internationalen Rohstoffbeschaffung (politische und Klimakrisen, Strafzölle usw.), die nicht ohne Auswirkungen auf die Preise bleiben. Gleichzeitig zeigte er auf, wie die BÄKO für Versorgungssicherheit – und auch spannende Alternativen, etwa ChoViva als Schokoladenalternative – sorgt.
Vertrieb verschiebt sich
Ewald Engel erläuterte in seinem Vorstandsbericht die Besonderheiten des zurückliegenden Geschäftsjahres. Den Umsatz von rund 30,1 Mio. Euro (–5,2%) ordnete er vor dem Hintergrund des vorherigen Rekordumsatzes und der bewussten Trennung von Geschäftspartnern in Frankreich als ein dennoch gutes Ergebnis ein. Dennoch sei zu konstatieren, dass man im deutschen Markt weitgehend an Grenzen stoße und vor allem die Vertriebsaktivitäten in Frankreich zusätzliche Gewinne versprächen. Die BÄKO Saar-Pfalz hat außerdem diverse Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung ergriffen, um die Umsetzung des Förderauftrags zu sichern. Die Mitglieder profitieren erneut von einer Warenrückvergütung in Höhe von 2%, die in diesem Jahr bei 375,1 Tsd. Euro liegen wird.
Neben organisatorischen Veränderungen soll vor allem die Investition (von rund 1,5 Mio. Euro, inklusive Photovoltaikanlage) in einen Erweiterungsbau die Marktführerschaft in der Region und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Homburg sichern. Die so entstehenden modernen Lagerflächen für TK-Waren und Frischeprodukte (rund 580 qm) tragen der Tatsache Rechnung, dass diese beiden Warenbereiche seit Jahren am stärksten nachgefragt sind und noch weiteres Potenzial bieten. Nicht zuletzt kann man durch höhere Mengen substanzielle Vorteile bei den Einkaufskonditionen generieren.
Solide Finanzsituation
Bei der Prüfung, die ohne Beanstandung verlief, arbeitete man erstmals mit der DHV (Genossenschaftlicher Prüfungsverband für Dienstleitungen, Immobilien und Handel e.V.) aus Hamburg zusammen, die u.a. eine „sehr gute Liquidität“ bestätigte. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 59 auf 64,4%. Der Jahresüberschuss von 306,6 Tsd. Euro und der Gewinnvortrag von 538,4 Tsd. Euro werden nach den mit 210 Tsd. Euro ausgewiesenen Einstellungen in Rücklagen in Höhe von 100 Tsd. den Rücklagen zugeführt und der verbleibende Betrag von 535 Tsd. Euro wird auf die neue Rechnung vorgetragen (Bilanzgewinn = 635 Tsd. Euro).
Sowohl im Vorstand wie auch im Aufsichtsrat gab es Veränderungen: Für den zu Jahresende zurückgetretenen Bernd Breininger rückte Stefan Lang als ehrenamtliches Mitglied in den Vorstand auf. Nachdem sich auch Petra Schwartz auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat verabschiedete, standen dafür zwei Neuwahlen und eine Wiederwahl an. Dabei wurde David Mischo (Gersheim), Léon Adolph (Völklingen) und Sven Knauber von der Versammlung das Vertrauen ausgesprochen. Alle übrigen Beschlüsse und Entlastungen erfolgten einstimmig.
Kennzahlen 2024
Umsatz: 30,1 Mio. Euro (–5,2%)
Bilanzgewinn: 635 Tsd. Euro
Eigenkapitalquote: 64,4%
Mitglieder: 137 (–13)












