Auf der Generalversammlung der BÄKO Oranienburf rückte das finanzielle Resümee in Form des Jahresabschlusses 2010 schnell in den Mittelpunkt des Geschehens: Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 3,18 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2009 (3,3 Mio. Euro) bedeutete dies ein Minus von 120 Tsd. Euro oder 3,6%. Die Umsatzentwicklung fiel damit ungünstiger als bei anderen BÄKO-Genossenschaften aus, stellte DGRV-Vertreter Philipp Kloke fest. Trotzdem sprach ARV Marco Angermüller in seinem Bericht des Aufsichtsrates von einem „zufriedenstellenden Geschäftsjahr“. Die finanzielle Lage sei stabil, die Liquidität jederzeit gewährleistet gewesen. Wenngleich konstatierte Angermüller Verbesserungspotenziale. Ziel müsse es sein, die Erträge zu steigern. Er appellierte in diesem Zusammenhang auch an die eigenen Mitglieder, die Einkaufsmoral zu verbessern.
Auf der anderen Seite gelte es, hohe offene Posten – wie zuletzt – zu vermeiden. Zudem wirkten sich Anschaffungskosten, etwa für einen Lieferwagen und für Lagerregale, auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus. Hier standen unter dem Strich 15,5 Tsd. Euro Jahresüberschuss (2009: 26,3 Tsd. Euro). Davon werden, so beschloss die Versammlung einmütig, 11 Tsd. Euro als Rücklagen eingestellt. Der Rest von 4,5 Tsd. Euro wird an die Mitglieder ausgeschüttet, was einer Dividende von 4% entspricht.
Triumvirat im Vorstand
Die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurde einstimmig erteilt. Im Anschluss wurde BM Holger Soost, dessen Amtszeit im Aufsichtsrat auslief, ohne Gegenstimmen in das Gremium wiedergewählt. Neu im Vorstand ist BM Mike Bollig. Er unterstützt dort fortan die BM Jürgen Soost und Fred Plessow. Für Entscheidungen sei ein Triumvirat besser als ein zweiköpfiger Vorstand, begründete Angermüller die Erweiterung.
Vom BÄKO-magazin zu den Rahmenbedingungen im Raum Oranienburg angesprochen, musste Becker strukturelle Probleme konstatieren. Kundenverluste seien nicht zu vermeiden gewesen. Becker sprach auch von Geschäftsaufgaben wegen Überalterung, es werde immer schwieriger Nachfolger zu finden. Trotz allem gibt es keine Zukunftsängste. Man sei zwar eine kleine Genossenschaft, dafür aber gesund und beständig. An eine Fusion, dem Beispiel anderer BÄKO’s folgend, denke man nicht. Für eine solide Grundlage spreche auch, so ergänzte Bäckermeister Angermüller im Gespräch, das hohe Eigenkapital. Annähernd 80 % Eigenkapitalquote können sich sehen lassen.
Kennzahlen 2010
Umsatz:3,18 Mio. Euro (–3,6%)
Bilanzgewinn:15,5 Tsd. Euro
Dividende:4% (4,5 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote:79,6%
Mitglieder:63 (+–0)



