Die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hätten im zurückliegenden Geschäftsjahr deutliche Spuren hinterlassen – das resümierte Jochen Früauff auf der Generalversammlung der BÄKO Süd-West. Insgesamt hatten er und GF Torsten Reimund von zahlreichen Herausforderungen in 2025 zu berichten – von Fachkräftemangel über bürokratische Belastungen bis hin zum Preisindex. Stellenweise habe man mit einer „riesigen Preisexplosion“ zu kämpfen gehabt, die dafür verantwortlich gewesen sei, „dass wir unseren Warenkorb in 2025 teurer verkaufen mussten, als noch im Vorjahr“, erklärte Reimund. Das Wegbrechen großer Kunden sei kein neues Problem, aber eines, das weiter an Brisanz zugenommen habe. „Darum ist die Neukundengewinnung schon seit vielen Monaten ein sehr großes Thema“, berichtete er – man strecke die Fühler weit aus, um hier neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen. Auch wenn es hier Erfolge zu verzeichnen gäbe, reichten die Ergebnisse allerdings aktuell noch nicht aus, um die weggebrochenen Umsätze zu kompensieren.
Gleichzeitig setzt die Regionalgenossenschaft alles daran, zukunftsweisend aufgestellt zu sein. Hier hat man, speziell im Bereich der Nachhaltigkeit, nicht nur die Hausaufgaben gemacht, sondern erzielt, dass die BÄKO Süd-West in der umliegenden Region regelrecht Leuchtturmcharakter hat. Auch der digitale Fortschritt ist dbzgl. ein wichtiger Baustein. In 2025 habe man daher weiter an der Digitalisierung im Haus gearbeitet und in Handhelds investiert, die die Arbeitsabläufe beim Ausliefern der Ware erleichtern.
Strom aus dem eigenen Haus nutzen
Besonders bezahlt gemacht habe sich auch die Investition in die E-LKW-Infrastruktur – aktuell verfügt die Regionalgenossenschaft hier über zwei große und zwei kleinere Fahrzeuge. Sie können u.a. mit hauseigenem Strom betankt werden. Parallel wurden die Touren weiter optimiert. Dies bringe angesichts der aktuell sehr teuren Kraftstoffpreise einen doppelten Gewinn mit sich.
Dennoch sei schon jetzt absehbar, dass 2026 kein leichtes Jahr für die Regionalgenossenschaft werde – allein in den ersten fünf Monaten liegen die Umsätze rund 12% unter denen des Vorjahres. „Es erwischt uns leider volle Breitseite“, berichtete Frühauff. Dennoch gelte es, nicht den Mut sinken zu lassen, sondern gemeinsam zusammenzustehen und die Zukunft weiter zu gestalten.
Kennzahlen 2025
Umsatz 93,65 Mio. (– 1,1%)
Bilanzgewinn 381,07 Tsd. Euro
Dividende (2,5%)
Eigenkapitalquote (72,7%)
Mitglieder (– 15) 247










