Stefan Strehle, Vorstandssprecher der BÄKO-ZENTRALE, fasste in seinem Grußwort zusammen, was der geschäftsführende Vorstand der BÄKO Bremerhaven Mirko Oeltermann später anhand von Zahlen untermauerte: „Die BÄKO Bremerhaven macht ein ganz hervorragendes Geschäft.“ Wie Oeltermann unterstrich Strehle: Die Rahmenbedingungen für das backende Handwerk und die BÄKO-Organisation seien äußerst „komplex und dynamisch“. Krisen, Konflikte und Kriege prägten sie. Strehle verdeutlichte: „Die Einflüsse auf den Markt sind so vielfältig wie sie noch nie waren.“ Für die BÄKO bedeutet das aus Sicht des Vorstandssprechers, dass sie „noch stärker Netzwerker und Unterstützer der Branche“ sein müsse. „Der Verkauf von Rohstoffen allein reicht nicht mehr“, sagte er. Besonders setzte er sich für mehr Digitalisierung und Datenkompetenz bei den Bäckern und Konditoren ein: Die hätten viele Daten aus ihrem betrieblichen Alltag und dem Umgang mit ihren Kunden, werteten diese jedoch nur teilweise aus. Das mache der Lebensmitteleinzelhandel, von Strehle als „Systemwettbewerber“ bezeichnet, besser.
Herausforderungen innovativ gemeistert
Mirko Oeltermann veranschaulichte in seinem Bericht zum Geschäftsjahr 2025, dass die BÄKO Bremerhaven das Thema Digitalisierung erfolgreich vorantreibt. Er berichtete über innovative Projekte wie zum Beispiel das Einführen eines Customer-Relationship-Management-Tools (CRM), das Umsetzen des digitalen Lieferscheins und Analyseprojekte in Buchhaltung und Personalwesen. Auch das erklärt zum Teil die von Oeltermann vorgelegte positive Bilanz für 2025. Der geschäftsführende Vorstand betonte: „Digitalisierung und Schnelligkeit – dahin geht die Reise.“
Die Umsatzerlöse der BÄKO Bremerhaven lagen bei 20,08 Mio. Euro; 2024 waren es noch 19,56 Mio. Euro. Der Gewinnvortrag stieg von 90.643 auf 120.104 Euro. Beim Jahresüberschuss vermeldete Oeltermann 43.530 Euro (Vorjahr: 86.279 Euro). Der Bilanzgewinn betrug 130.907 Euro (Vorjahr: 141.538 Euro). Mit 39% blieb die Eigenkapitalquote konstant. In seinem Geschäftsbericht hob Oeltermann hervor: „Trotz Inflation in den Kosten haben wir es weiterhin geschafft, kostendeckend zu arbeiten. Das wird allerdings immer herausfordernder.“ Der größte Faktor seien hier die Personalkosten.
Am Ende dürfen sich die 48 Mitglieder der BÄKO Bremerhaven – zwei weniger als im Vorjahr – über eine Dividende in Höhe von sieben Prozent freuen. Einen besonderen Anlass zur Freude gab es für Gerd Engelbrecht und Frank Schöner, die während der Veranstaltung für 25 beziehungsweise 10 Jahre Zugehörigkeit geehrt wurden.
Wechsel in Vorstand und Aufsichtsrat
Dass es bei der diesjährigen Generalversammlung der BÄKO Bremerhaven zum Teil auch etwas wehmütig zur Sache ging, lag an der Verabschiedung von Wolfgang Rohde. Der Bäckermeister aus Gnarrenburg verließ altersbedingt den Vorstand. Seit August 2011 hatte er sich im Vorstand engagiert; zuvor war er seit Mai 2005 Mitglied im Aufsichtsrat. Mit einem liebevoll gestalteten Film wurde auf seine Verdienste zurückgeblickt. Sein Ausscheiden führte zu Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat. In den zweiköpfigen Vorstand, in dem auch Mirko Oeltermann sitzt, wurde der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Kristian Tiedemann gewählt. Für den Bäcker aus Cuxhaven-Altenwalde zog der Cuxhavener Eiscafé-Besitzer Carlo Dalto dem Willen der Versammlung entsprechend in den Aufsichtsrat ein, gewählt in Abwesenheit. Neue stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende wurde Bäckermeisterin Anette Prenzler aus Beverstedt. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates sind, neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Konditormeister Jörg Itjen aus Cuxhaven, Konditormeister Wolfgang Heyderich aus Stade und Bäckermeister Martin Blanck aus Geestland.
Kennzahlen 2025
Umsatz: 20,1 Mio. Euro (+ 2,7%)
Bilanzgewinn: 130,1 Tsd. Euro
Dividende: 7% (16,2 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote: 39%
Mitglieder: 48 (–2)












