Frieder Francke begrüßte die Teilnehmenden an der Generalversammlung in St. Egidien letztmalig als Aufsichtsratsvorsitzender. Der geschäftsführende Vorstand Michael Wiedemann stellte (auf den Tag genau 35 Jahre nach Gründung der BÄKO Stollberg, einer der Vorgängerinnen der BÄKO Mitteldeutschland) die Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 vor und ordnete sie in den gesamtwirtschaftlichen Kontext ein, der vor allem starke Preisschwankungen (etwa bei Kakao, Butter und Leinsaat) bereithielt.
Mit 140,4 Mio. Euro wurde ein Umsatzergebnis nahezu auf Vorjahresniveau erreicht, was in der Summe eine Vergütung von rund 1,5 Mio. Euro an die Mitglieder ermöglichte (u.a. 979,4 Tsd. Euro aus Warenrückvergütung und 229,8 Tsd. Euro aus der beschlossenen Dividende). 32,4 Tsd. Euro stärken die Rücklagen. Kostenoptimierung und Preisstabilisierung bei Rohstoffen sollen auch 2026 als zentrale Themen im Mittelpunkt stehen, jedoch werde auf Kraftstoffzuschläge o.Ä. vorerst verzichtet. Der Prüfungsbericht des Freien Genossenschaftsverbands e.V. bestätigte die angemessene Geschäftsführung und die stabile Entwicklung.
Umfassende Investitionen
Im Berichtsjahr wurde zudem substanziell investiert, und zwar vor allem in den Fuhrpark (770 Tsd. Euro), ein Update für die Lagerverwaltung (126 Tsd. Euro) sowie Datensicherheit und neue Software. Vor allem aber wurde die Erweiterung des Standorts Krostitz um 2.800 qm Lagerfläche für alle Warenbereiche in die Wege geleitet – ein Investitionsvolumen von rund 5 Mio. Euro. "Wir machen den Standort zukunftsfähig für die kommenden Jahrzehnte", bekräftigte Wiedemann. Eng arbeitet die Regionalgenossenschaft mit der BÄKO-ZENTRALE zusammen, so auch bei einem Pilotprojekt zur automatischen Auftragserfassung. Eine intensive Beschäftigung mit den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz soll identifizieren, worin Chancen und Möglichkeiten der erfolgreichen Nutzung liegen.
Ein Umbruch steht im Aufsichtsrat bevor: Nachdem Frieder Francke und Thomas Kreißl das Gremium wegen Betriebsaufgabe verlassen, wurden mit Karin Kowanda (Bäckerei und Konditorei Seifert, Jahnsdorf) und Dirk Selbmann (Brand-Erbisdorf) frische Kräfte neu gewählt. Erneut das Vertrauen der Delegierten erhielten Tobias Nönnig, Ronny Laudenbach, Heiko Schmidt und Steffen Vieweger. Zum neuen Aufsichtsrat wurde Martin Hübner bestimmt, sein Stellvertreter ist Heiko Schmidt. Auch alle weiteren Beschlüsse und Entlastungen erfolgten einstimmig. Francke (elf Jahre ARV) und Kreißl, die dem Aufsichtsrat 15 bzw. 25 Jahre angehörten, wurden mit viel Applaus der Mitglieder feierlich verabschiedet und mit Präsenten geehrt.
Kennzahlen 2025
Umsatz: 140,4 Mio. Euro (–1,3%)
Bilanzgewinn: 262,2 Tsd. Euro
Dividende: 3% (229,8 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote: 69,4%
Mitglieder: 421 (–17)












