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Die Mitglieder aus den Vorständen und Aufsichtsräten beider Regionalgenossenschaften freuen sich auf die künftig gemeinsame Arbeit.
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BÄKO-magazin Titel Ausgabe 7-26
BÄKO aktuell

„Aus zwei guten eine noch bessere BÄKO“

Mit einem einstimmigem Votum in beiden Versammlungen ist die Verschmelzung von zwei Regionalgenossenschaften zur neuen BÄKO WEST nun vollendet worden. Die Generalversammlung in Bochum machte die zugrunde liegenden Wirtschaftsdaten transparent.

Die nun (rückwirkend zum 1. Januar 2026) beschlossene BÄKO WEST wird ihren Hauptsitz in Köln-Rodenkirchen in der Mitte des Liefergebiets haben. Sie erreicht kumuliert einen Umsatz von rund 265 Mio. Euro und eine Bilanzsumme von rund 52 Mio. Euro, mit Rücklagen von knapp 30 Mio. Euro und einem Eigenkapital von über 32 Mio. Euro, 498 Mitgliedern und 305 Mitarbeitern. Übernehmende Genossenschaft ist die BÄKO WEST mit ihren Niederlassungen Bochum und Willich, übergebende Genossenschaft die BÄKO Rhein-Mosel mit den Standorten Köln und Polch. Frank Bachhausen, Aufsichtsrat der alten und neuen BÄKO WEST, bringt es so auf den Punkt: „Wir werden mit den besten Dingen aus beiden BÄKO-Welten einen deutlichen Mehrwert für die Mitglieder schaffen.

 

Förderauftrag mit Leben erfüllt

Bevor über die geplante Verschmelzung abgestimmt wurde, galt es zunächst, das Geschäftsjahr 2025 der BÄKO WEST zu bilanzieren. Die beiden geschäftsführenden Vorstände Marc Oberdörster und Christoph Goretzka informierten dazu ebenso ausführlich wie zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die das Ergebnis beeinflusst haben. Während mit 177,3 Mio. Euro zum dritten Mal in Folge ein Umsatzrekord erzielt wurde, ging es der Regionalgenossenschaft im Berichtsjahr vor allem darum, das Geschäft der Mitglieder zu stärken und den überdurchschnittlich hohen Umsatz pro Betrieb (488 Tsd. Euro) zu belohnen. Ganz bewusst hat man deshalb ein negatives Ergebnis vor Steuern und einen entsprechenden Jahresüberschuss (–961 Tsd. Euro) in Kauf genommen. Der Gewinnvortrag, entstanden maßgeblich durch den Verkauf des Standorts Inden, wurde durch eine Fülle von Rabattaktionen gezielt an die Mitglieder und Kunden weitergereicht. Auch die Ergebnisverwendung kommt diesen entgegen: Nach der Einstellung von 100 Tsd. Euro in die Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 314,4 Tsd. Euro, aus dem eine Dividende von 9% (86,4 Tsd. Euro) an die Mitglieder fließt, während der Rest (228 Tsd. Euro) den Ergebnisrücklagen zugeführt wird.

Zentrales, kontinuierliches Ziel ist bei der Regionalgenossenschaft auch die Stärkung des bereits umfassenden Dienstleistungsangebots, und zwar vor allem mit der Einführung eines Frischekatalogs (weitere sollen folgen), der Optimierung von Einkaufs- und Bestellwesen mit „Chefslist“, Webinaren, der Eröffnung einer BÄKO-Backstube in Bochum, der Erhebung eines Preisspiegels in den Lieferregionen und den Ausbau des technischen Kundendienstes. „Großer Dank an unser Team, das Ideen weiter denkt und sie mit Leben erfüllt“, konstatierte Marc Oberdörster zufrieden. Vom breiten Angebot der BÄKO WEST konnten sich die Teilnehmenden auch vor und nach der Generalversammlung ein Bild machen bei einem „Marktplatz der Traditionen und Innovationen“, den das BÄKO-Team inszeniert hatte.

 

Gute Argumente präsentiert

Nachdem der Prüfungsbericht des Freien Genossenschaftsverbands e.V. zustimmend zur Kenntnis genommen war, erläuterte Christoph Goretzka die Beweggründe für das Verschmelzungsvorhaben – zehn Jahre nach der jüngsten Fusion mit der BÄKO Aachen, die als Erfolgsstory gewertet wird. Steigende Wettbewerbsanforderungen, eine Kräftebündelung im Einkauf und der Erhalt regionaler Verankerung und Mitgliederbetreuung sind wesentliche Elemente, die auch das Verschmelzungsgutachten des Prüfungsunternehmens voll unterstützt als „vorausschauend für die genossenschaftlichen Aufgaben der Zukunft“. Es ist eine Fusion von zwei gesunden Unternehmen, deren Liefergebiete und Angebote sich sehr gut ergänzen. „Wir sind überzeugt, aus zwei guten eine noch bessere Genossenschaft machen zu können“, resümierte Goretzka. Diese Argumentation überzeugte die rund 50 vertretenen Mitglieder und erzeugten (wie schon eine Woche zuvor bei der BÄKO Rhein-Mosel) eine einstimmige Zustimmung.

Frank Bachhausen, Sophie Hinkel, Lars Wickenburg und Christian Zipper wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt, Beschlüsse und Entlastungen einstimmig getroffen. Dem neuen, vereinten Aufsichtsrat gehören nach den Wahlen auf der Generalversammlung zunächst 19 Mitglieder an. Der Vorstand wird acht Mitglieder umfassen, wobei es in beiden Gremien durch altersbedingtes Ausscheiden in den Folgejahren eine Reduzierung geben wird.

 

 

Kennzahlen 2025

Umsatz: 177,3 Mio. Euro (+4,6%)
Bilanzgewinn: 313,4 Tsd. Euro
Dividende: 9% (86,4 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote: 62,3%
Mitglieder: 281 (–14)

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