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Die Vorstände Dr. Ewald Oltmann, Stefan Strehle, Jürgen Hinkelmann, Neal Bauer und Martin Reinhardt sowie ARV Frank Bachhausen (v.l.) freuten sich über eine impulsstarke und harmonische Versammlung im Hotel „Kameha Grand“ in Bonn. (Es fehlt krankheitsbedingt: Vorstand Gunter Hahn.)
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BÄKO aktuell

Allianzen und Potenziale

„Allianzen schmieden – Potenziale entfalten“ lautet treffend das Motto des Geschäftsberichts der BÄKO-ZENTRALE, der auf der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2023 in Bonn präsentiert wurde.

Höchste Priorität genießt weiterhin die ganzheitliche und entschieden zukunftsorientierte Unterstützung des backenden Handwerks, wie Stefan Strehle, Vorstandssprecher der BÄKO-ZENTRALE, in seinem Jahresbericht deutlich machte. Im Jahr 2023 brachte die BÄKO-ZENTRALE eine Vielzahl von Projekten auf die Schiene, deren weitsichtiger Charakter sich zum Teil bereits bilanzieren lässt, zum Teil aber erst noch zur Entfaltung kommen wird. Gleichzeitig wurde den nach Bonn zur Generalversammlung angereisten Repräsentanten aus der BÄKO-Welt im Rahmen der Vortagsveranstaltung „Innovative Produkt- und Ideenwelten“ bereits neue Impulse vermittelt, die sich ebenso wie die vorausgegangenen zu echten „Meilensteinen“ entwickeln könnten.

 

Zukunft mitgestalten

Bei alledem geht es nach den Worten von Stefan Strehle, um Stabilität, Orientierung und Sicherheit für die Mitglieder und Kunden, in anderen Worten um die „ganzheitliche Unterstützung eines zukunftsorientierten backenden Handwerks. Wir wollen die Zukunft gestalten und beeinflussen“, bringt es Strehle selbstbewusst und offensiv auf den Punkt.

Trotz einer deutschen Volkswirtschaft, die im Berichtsjahr angesichts von Kriegen und Inflation schwächer als erwartet abschnitt, wartet die BÄKO-ZENTRALE mit stabilen Zahlen und Ergebnissen auf. Ein Gesamtumsatz von 1,72 Mrd. Euro bedeutet ein (vor allem preisbedingtes) Plus von 0,4%. Der Streckenumsatz (+1,2%) legte dynamischer zu als der Lagerumsatz (+0,4%). Dabei entwickelten sich die Warenbereiche durchaus unterschiedlich: Süß- und Handelswaren erreichten das höchste Umsatzplus (9,3%), während der höchste Rückgang bei Maschinen und Geräten zu verzeichnen war (–10,3%). Deutlich im Plus war auch der Tiefkühlsektor (+8,8%), während der Frischdienst um 7,3% zurückging. Weiterhin tragen Rohstoffe (inklusive Mehl) mit 52,1% den mit Abstand größten Umsatzanteil bei (+3,1%).

Die Vergütungen an die Mitgliedsgenossenschaften aus Zentralregulierung und Eigengeschäft bewegten sich im Berichtsjahr mit rund 27,6 Mio. Euro weiter auf hohem Niveau (zweithöchste Vergütungssumme seit der Fusion 2018). Die von der Generalversammlung genehmigte Gewinnverwendung sieht eine Dividende von 7% (610,3 Tsd. Euro) vor, während den verschiedenen Rücklagen aus dem Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) von 1,483 Mio. Euro insgesamt rund 872 Tsd. Euro zufließen. Die Eigenkapitalquote wuchs auf 45% an.

 

Projekte mit Strahlkraft

Nachdem schon am Vortag der Fokus auf das Innovationsmanagement in Sachen Rohstoffe und Produktentwicklung sowie die Weiterentwicklung der digitalen Netzwerke inklusive Entwicklung einer unternehmensinternen Künstlichen Intelligenz gerichtet war, bot die Generalversammlung auch die Bühne für einen Statusbericht der bereits laufenden Initiativen und strategischen (Weiter-)Entwicklungen der BÄKO-ZENTRALE.

  • So gab es z.B. 2023 erstmals und mit großer Resonanz einen „BÄKO-Hackathon“, bei dem „digitale Lösungsansätze für analoge Problemstellungen“ gesucht und gefunden wurden. Eine Fortsetzung im Drei-Jahres-Turnus ist geplant, sodass es 2026 wieder einen „BÄKO-Hackathon“ geben wird.
  • Auf hohes Interesse und teils begeisterte Zustimmung am Markt treffen BÄKO-AutoPOS als vielseitiges Verkaufs- und Standortkonzept und BÄKO-PAY als Branchenlösung für das bargeldlose Bezahlen, das inzwischen schon mit fast 2000 Terminals in Bäckereien und Konditoreien vertreten ist.
  • Dass die BÄKO-ZENTRALE keinesfalls ihre Wurzeln vernachlässigt, wird u.a. deutlich anhand des neu geschaffenen Sortiments „Naturtalente“, das Saaten und Getreide aus regionalem Anbau unter dieser Eigenmarke versammelt. Und um die gesetzlichen Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes zu erfüllen, hat die BÄKO mit „supplier OS“ eine KI-basierte Softwarelösung am Start.
  • Das Employer Branding wird auch im Genossenschaftswesen immer bedeutender und die BÄKO-ZENTRALE fördert diesen Aspekt durch intensive Aus- und Weiterbildung. An vorderster Stelle steht dabei das gemeinsam mit der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur entwickelte Training für Potenzialträger und Führungskräfte, das auch dem Digital Leadership genügend Raum gestattet.

„Alle diese Initiativen sind von einem beeindruckenden Wir-Gefühl und Teamgeist getragen“, freute sich Stefan Strehle und verband dies mit einem kräftigen Dankeschön an Mitarbeiter und Partner wie BackOffice Digital. Bedeutende Schritte in Sachen Kommunikation stellen die 2023 relaunchte Website und das konsequent ausgeweitete Engagement in Sozialen Medien dar.

Frank Bachhausen als Vorsitzender des Aufsichtsrat zeigte sich „begeistert“ über den fortgesetzten Veränderungsprozess und die Vielzahl und Qualität der ausgerollten Initiativen. Ebenso wie die Bäcker- bzw. Konditorenpräsidenten Roland Ermer und Gerhard Schenk hob er die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der BÄKO als Wirtschaftsorganisation und den Verbänden als politische und berufsständische Repräsentanz hervor. Die BÄKO, so Schenk, sei viel mehr als ein Lieferant, nämlich ein „Partner, der Möglichkeiten aufzeigt, die ein Einzelner nicht leisten kann“ – Förderauftrag erfüllt!

 

Entscheidungen und Ehrungen

Der Prüfungsbericht bescheinigt der BÄKO-ZENTRALE eine umfassend korrekte und „mehr als angemessene“ Geschäftsführung. Ihn verantwortete und präsentierte letztmals der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV), sodass sich die Genossenschaftszentrale ebenso wie ihre regionalen Mitglieder nach einem neuen Dienstleister umsehen musste. Die Übertragung der Prüfungstätigkeit vom DGRV auf den Freien Genossenschaftsverband e.V. (Düsseldorf) als neuen Prüfungsverband wurde einstimmig beschlossen, ebenso die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat.

Der Vorstand der BÄKO-ZENTRALE besteht aus den geschäftsführenden Mitgliedern Stefan Strehle und Gunter Hahn (in Bonn krankheitsbedingt abwesend) sowie den ehrenamtlichen Mitgliedern Dr. Ewald Oltmann und Martin Reinhardt. Für Klaus Burger und Georg Krimphove, die das Gremium zum Jahresende 2023 verließen, rückten Neal Bauer (GF BÄKO Franken Oberbayern-Nord) und Jürgen Hinkelmann (LIM Bäckerinnungsverband West) aus dem Aufsichtsrat nach. Joost N. Bremer, Frank Daube, Horst Reichartseder, Bernd Rott und Jörg Warnke wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt, den ab sofort Olaf Schütz (GF BÄKO Hessen-Rheinland) als Neumitglied verstärkt.

Gute Tradition ist es, sich im Rahmen der Generalversammlung bei verdienten ausgeschiedenen Führungskräften zu bedanken. Diese Ehre wurde diesmal Klaus Burger und Georg Krimphove zuteil. Burger war 2012 als Geschäftsführer Warenwirtschaft zur damaligen BÄKO-Zentrale Nord gekommen und wechselte 2020 in den Vorstand; Ende 2023 ging er in Ruhestand. Krimphove gehörte seit 2015 dem Vorstand an und schied nun fusionsbedingt aus. Die Ehrungen für ihr Engagement begleiteten Präsente und lang anhaltender Beifall der Versammlung.

 

Kennzahlen 2023

Umsatz: 1,720 Mrd. Euro (+0,4%)
Bilanzgewinn: 1,483 Mio. Euro
Dividende: 7% (610,3 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote: 45%
Mitglieder: 30 (–1)

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