„Das hier ist nicht irgendeine BÄKO – das ist Ihre BÄKO! Also nutzen Sie Ihre BÄKO weiterhin entsprechend – so sind wir auch in der Zukunft top aufgestellt“, bestärkte ARV Wolfgang Rhein die Mitglieder auf der Generalversammlung der BÄKO Untermain-Franken-Thüringen. Diese konnte auf ein sehr positives Jahresergebnis zurückblicken. Mit einem Eigenumsatz von 55,8 Mio Euro wurde im vergangenen Jahr trotz allgemeiner Herausforderungen in der Branche ein Umsatzplus (1,7%) erzielt. „Ich bin stolz, dass wir somit das fünfte Jahr in Folge die Umsätze stabil halten bzw. steigern konnten. Gemeinsam – das ist das Schlüsselwort, auf das wir weiterhin ganz stark setzen werden“, betonte auch GF Michael Gareis. So verwundert es nicht, dass Gunter Hahn, GF der BÄKO ZENTRALE in seinem Grußwort die exzellente und sehr enge Zusammenarbeit der Regionalgenossenschaft mit der ZENTRALE lobte (Einkaufskonzentration 81,7%) und sich für das enge Vertrauensverhältnis bedankte.
Touren werden optimiert
Hinsichtlich Umsatzentwicklung werde vor allem der Bereich Frischwaren weiterhin immer wichtiger (+12,3%) – diese mache auch über 27% des Gesamtumsatzes aus. Insgesamt sei man sehr lagerlastig, „und so halten wir einen sehr guten Kontakt zu unseren Kunden!“, sagte Gareis. Investitionen betrafen 2024 vor allem den Fuhrpark und zwar in Form von vier LKWs, einem Kleinkraftfahrzeug und drei Pkws. Bis Ende 2025 sollen noch drei weitere LKWs dazu kommen. Eine maßgebliche Aufgabe der nahen Zukunft sieht Gareis in einer noch rationelleren Tourenplanung. „Wir werden an den richtigen Stellen sparen müssen, um die Wirtschaftlichkeit auf lange Sicht gut halten zu können“, zeichnete er die Marschrichtung vor. Gleichzeitig riet er, bei der Vergütung der Mitarbeiter in jedem Fall den Tariferhöhungen Folge zu leisten – auch dann, wenn sie noch nicht verbindlich seien. „In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je den Mitarbeitern die eigene Wertschätzung entgegenzubringen!“
Im Anschluss an den Rückblick auf 2024 nahm Gareis die Mitglieder mit zu aktuellen Themen der Versorgungssicherheit und problematischen Liefersituationen. Er appellierte an die Mitglieder nicht nur den Preis im Blick zu haben und in jedem Fall auch immer rechtzeitig einzukaufen. „Der Preis ist das eine – aber mittlerweile geht es eben auch um die verfügbare Menge!“ Beispielsweise seien Haselnüsse aufgrund politischer Situationen und volatiler Markteinflüsse ein sehr rares Gut. Schwierigkeiten zeichneten sich auch beim Sonnenblumenöl ab – einerseits aufgrund des Ukrainekriegs, andererseits aufgrund von Ernteeinbußen in China. Eine geplante Regulierung des Kupfergehalts in Raps könne zudem in der Zukunft die Preise für Speiseöle komplett in die Höhe schnellen lassen.
Neue Frauenpower im AR
Umso erfreulicher sei es, dass sich die Entwicklung der BÄKO Untermain-Franken-Thüringen dagegen auch in diesem Geschäftsjahr sehr positiv abzeichne. „Es sieht ganz gut aus!“, freute sich Gareis, man liege verglichen auf den gleichen Zeitraum über den Umsätzen im Vorjahr. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Einstimmig wurde zudem der Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt – daraus fließen 2% Dividende zu den Mitgliedern. Aufgrund der Altergsrenze schieden Franz Schmitt und Eduard Wolf aus dem Aufsichtsrat aus; Wolf war zudem Mitglied des Vorstands gewesen. Für ihn wurde seine Tochter Christine Wolf in den Aufsichtsrat gewählt.
Zum Abschluss an die Generalversammlung stand noch die langfristige Weiterentwicklung der Regionalgenossenschaft auf dem Plan. Ziel sei dabei eine mögliche Zentralisierung der aktuell vier Lager. „Sie wissen, wir sind an dem Thema schon sehr lange dran. Wir bemühen uns hier sehr, weil wir uns für Ihre Zukunft zentral und damit wirtschaftlich gut aufstellen wollen“, erklärte Gareis. Immer wieder stünden deswegen diverse potenzielle neue Standorte im Raum, „aktuell sind wir dabei mit der Gemeinde Schonungen in ganz besonders intensiven Gesprächen“, berichtete Gareis und versprach, „wir werden Sie hier selbstverständlich auf dem Laufenden halten!“
Kennzahlen 2024
Umsatz 55,9 Mio. Euro (+1,7%)
Bilanzgewinn 62,7 Tsd. Euro
Dividende 2% (41,5 Tsd. Euro)
Eigenkapitalquote 70,6%
Mitglieder 441 (–19)










