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Über 4.000 junge Menschen beginnen im September ihre Ausbildung im Bäckerhandwerk.
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BÄKO-magazin Titel E-Paper Ausgabe 6-26
Aus- & Weiterbildung

Wie attraktiv ist die Bäckerausbildung?

Wie zufrieden sind Auszubildende und was hält sie auch nach der Ausbildung im Bäckerhandwerk? In einem Webinar präsentiert der Zentralverband gemeinsam mit Expertin Leonie Lang die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage.

Über 4.000 junge Menschen beginnen im September ihre Ausbildung im Bäckerhandwerk und lernen einen Beruf, der Sicherheit, Abwechslung und Perspektive verspricht. Um Ausbildungsbetriebe, Ausbildende sowie Auszubildende zu unterstützen, bietet der Zentralverband zahlreiche Hilfsmittel an, die zu einer erfolgreichen Ausbildung führen können: Im Rahmen der Nachwuchskampagne Back dir deine Zukunft hat der Zentralverband eine Berichtsheft-App für die gesamte Branche erarbeitet, die Auszubildenden und Ausbildungspersonal den Alltag erleichtert.

Nützliche Informationen bietet der Leitfaden für Ausbildende sowie das kostenlose Netzwerk Leando: Die Community „Ausbildungspraxis im Bäckerhandwerk“ ist ein branchenspezifischer Raum für Informationen, Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung untereinander. Über den Azubi-Campus können Auszubildende ihr Wissen auffrischen, vertiefen und sich auf Prüfungen vorbereiten. Auszubildende mit Migrationshintergrund profitieren von den eigens ausgearbeiteten Sprach-Flyern, in denen zahlreiche Fachbegriffe in 13 Sprachen erklärt werden.

 

Abbruchquote soll weiter gesenkt werden

„Unsere in den vergangenen Jahren erarbeiteten Maßnahmen wurden von den Betrieben dankbar angenommen. Doch trotzdem geben wir uns mit einer Vertragslösungsquote von rund 25% nicht zufrieden“, erklärt Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. Bundesweit liegt die Vertragslösungsquote branchenübergreifend bei 29,5% (2022). Um die Abbruchquote weiter zu senken, hat die Betriebswirtin Leonie Lang mit Unterstützung des Zentralverbandes nun untersucht, welche Faktoren dazu führen, auch nach der Ausbildung im Bäckerhandwerk tätig zu bleiben. Die bundesweite Umfrage, an der sich 335 Bäcker-Azubis aus allen Lehrjahren beteiligt haben, wurde über die Azubi-App des Zentralverbandes sowie über Innungen und Kreishandwerkerschaften verbreitet.

Lang wird die ausführlichen Resultate und daraus abgeleitete Empfehlungen gemeinsam mit dem Zentralverband in einer kostenlosen Online-Veranstaltung auf dem Ausbilderportal Leando präsentieren. Betriebe und Fachkräfte aus dem Bereich Ausbildung sind herzlich eingeladen, am 30. September um 10:00 Uhr an dem Webinar teilzunehmen.

 

Auszubildende bewerten Ausbildung mehrheitlich positiv

Dabei zeigte sich, dass über drei Viertel der Azubis eher zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer Ausbildung zum Bäcker sind, davon bewerteten 21% der Befragten ihre Ausbildung sogar mit Bestnote. Ähnlich verhält es sich mit der Zufriedenheit mit dem entsprechenden Ausbildungsbetrieb. „Es macht uns stolz zu sehen, dass eine große Mehrheit der Betriebe einen sehr guten Beitrag zur beruflichen Entwicklung unserer zukünftigen Fachkräfte leistet“, urteilt Präsident Ermer. Zwei Drittel der Befragten bewerten die Qualität der Ausbildung als eher gut bis sehr gut. Erfreulich ist, dass 80% der Befragten nach Abschluss der Ausbildung wahrscheinlich in ihrem Betrieb bleiben wollen.

Ein Großteil der befragten Auszubildenden arbeitet nicht an Sonn- oder Feiertagen, dafür aber an Samstagen (75%). „Besonders überrascht hat uns das Ergebnis, dass drei Viertel der Auszubildenden entgegen dem gängigen Vorurteil eher kein bis überhaupt kein Problem mit dem frühen Arbeitsbeginn haben“, so Autorin Leonie Lang.

 

So bleiben Azubis dem Beruf treu

Das abschließende Fazit von Leonie Lang nach Abschluss der Untersuchung: „Das körperliche und psychische Wohlbefinden, die Ausbildungsqualität, die persönliche Wunschausbildung und das Ansehen des Bäckerberufs innerhalb der Familie sind entscheidende Faktoren, ob Auszubildende dem Beruf treu bleiben. Daraus ergibt sich klar die Relevanz einer frühzeitigen, realitätsnahen Berufsorientierung sowie die Notwendigkeit, Ausbildungsbedingungen noch weiter zu verbessern.“

 

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