Kurz vor den hessischen Sommerferien konnten frisch gebackene wie auch angehende Bäcker/innen ihre Handwerkskunst verfeinern. Ende Juni, kurz nach der handwerklichen Abschlussprüfung, fand an der ARS in Limburg ein besonderes Seminar zum Thema Konditorei statt. Das Unternehmen Dreidoppel aus Langenfeld gestaltete unter der Leitung von Martin Schmalzried einen ganztägigen Tortenworkshop für die Berufsschüler/innen des ehemaligen 3. Ausbildungsjahres. Auch einige Auszubildende des 2. Ausbildungsjahres nahmen an der Veranstaltung teil. Sie wurden für diese besondere Veranstaltung von ihren Betrieben freigestellt. Unterstützt wurde der erfahrene Konditormeister von Kollegin Lisa in der Schmitten und Kollege Michael Vogel.
Kooperation sorgt für innovative Kreationen
„Dieser ‚Dreidoppel-Tortenworkshop‘ spricht nicht nur die frisch gebackenen Bäckergesellen an“, sagte Abteilungsleiter Fred Narewski, „sondern er ist auch zu verstehen als ein weiterer Baustein beim lebenslangen Lernen“. Die Zusammenarbeit mit den externen Profis bot den Nachwuchskräften eine gute Grundlage, den eigenen Erfahrungsschatz im Backwesen zu erweitern. Diesen Workshop mit der Firma Dreidoppel umzusetzen, sei ein guter Tag für die ARS, freute sich Narewski. Für die Feinbäckerei und Konditorei sei das Traditionsunternehmen Dreidoppel seit mehr als 125 Jahren wertvoller „Ideengeber für den guten Geschmack“, betont die Ausbildungsstätte, denn Sahnestandmittel, Füllungen, Überzüge und hochwertige Aromen und Konditoreipasten sorgten auch in den Backstuben des Nassauer Landes für erfolgreich praktiziertes Handwerk. Für die Cremetorten des Workshops kamen Himbeer-Vanille (Ital. Creme mit „Creme Classic“) und Nougat (Bueno Creme mit „Creme Magica“) zum Einsatz.
Berufliche Bildung in neuem Kontext
Nach den üblichen Maßnahmen zur Personalhygiene wurden die Teilnehmer in zwei Arbeitsgruppen eingeteilt. Die Anfängergruppe übte zunächst das mehrfache Einstreichen an Styropor-Dummies mit einer Leichtcreme. Lisa in der Schmitten zeigte den motivierten Azubis anschließend Arbeitstechniken beim Dressieren von Dekortupfen als Randgarnierung. Die zweite Arbeitsgruppe stieg nach dem Aufdressieren von Garnierungsübungen auf markierte Aluscheiben direkt in die rationelle Tortenherstellung ein. Dazu mussten die schon in der Berufsschule vorbereiteten Biskuitböden dreimal durchgeschnitten und mit aromatisierter Buttercreme gefüllt werden. Das Einstreichen funktionierte bei den erfahrenen Bäcker/innen schon gut, da sie dies auch schon im Berufsschulunterricht und während der Überbetrieblichen Unterweisung geübt hatten. Erstaunt waren die Teilnehmenden über die vielen Möglichkeiten des Dekorierens. Lisa in der Schmitten unterwies beide Lerngruppen im Umgang mit Glanzglasur in Dripped-Optik sowie in der Herstellung von farbigem Schokodekor. Sie zeigte ihnen dabei einige Tricks und Kniffe, die den jungen Menschen bei ihrer künftigen Arbeit in den Betrieben sicherlich zugutekommen werden.
Weiterer Workshop geplant
Als besonderer Gast schaute Mr. Matthew Amison, Assistant Headteacher der über 700 Jahre alten Cathedral School in Lichfield (Partnerstadt von Limburg an der Lahn) den jungen Bäcker/innen bei der Entstehung ihrer Kreationen zu und lobte deren Engagement. Am Nachmittag verabschiedete Herr Narewski das Trio der Firma Dreidoppel mit wertschätzenden kleinen Präsenten und bedankte sich für die Premiere der gelungenen Kooperation. Ein weiterer Workshop soll im kommenden Jahr stattfinden. „Dies war ein weiteres Highlight in der schulischen Ausbildung und ein toller Abschluss unserer Lehrzeit an der Adolf-Reichwein-Schule“, fasste eine Teilnehmerin diesen Tag und das Ende ihrer Ausbildung lobend zusammen.











