Um dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel im Lebensmittelhandwerk aktiv zu begegnen, setzen die Berliner Innungen auf direktes Ausprobieren vor Ort. Kern des Auftritts ist eine gemeinsame Station, die den Produktionsablauf in zwei Etappen abbildet. An der ersten Station vermitteln Fachleute der Bäckerinnung die Grundlagen: Jugendliche sollen Teige unter Anleitung kneten, wiegen und in Form bringen. Im Anschluss wechseln die Teilnehmer:innen zur Aktionsfläche der Konditoreninnung, wo sie die vorbereiteten Produkte mit Dekorationen, Glasuren und Details veredeln.
Eingebettet ist die Aktion in das Rahmenprogramm des Festivals im Mellowpark an der Wuhlheide in Treptow-Köpenick mit Live-Musik, BMX-Demonstrationen, Graffiti-Workshops und Streetfood-Ständen.
Praxis als Rezept gegen den Fachkräftemangel
Frithjof Jönsson, Geschäftsführer der Bäckerinnung Berlin, begründet den praxisnahen Ansatz mit der Notwendigkeit direkter Erfahrung: Wer junge Menschen für die Berufe begeistern wolle, müsse sie die Rohstoffe selbst anfassen und verarbeiten lassen. Das Backhandwerk verbinde traditionelles Können mit Kreativität und Sorgfalt. Erlebten Jugendliche, wie aus einfachen Zutaten ein fertiges Gebäck entstehe, schaffe das laut Jönsson ein anderes Verständnis und wecke Interesse an einer Ausbildung in den Innungsbetrieben.










