Laut der Simon-Kucher X-Mas-Studie kürzen die Menschen in Deutschland ihr Budget für Weihnachtsgeschenke erheblich. Fast die Hälfte (44%) reduziert 2025 die Ausgaben, ein Fünftel sogar deutlich. „Weihnachten wird zum Stresstest fürs Portemonnaie – viele können sich Geschenke schlicht nicht mehr leisten“, weiß Dr. Tobias Maria Günter, Partner und Retail-Experte bei Simon-Kucher.
Vielen fehlt finanzieller Spielraum
Besonders dramatisch ist die Lage bei Menschen im Niedriglohnsegment. Wer unter 2.000 Euro verdient, muss den Gürtel an den Feiertagen extra eng schnallen. 55% werden dieses Jahr weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben, fast 30% reduzieren ihr Budget sogar drastisch. „Wenn selbst an Weihnachtsgeschenken gespart wird, ist das ein deutliches Signal, wie angespannt die finanzielle Lage vieler Menschen in Deutschland ist“, betont Markus Goller, Partner und Retail-Experte bei Simon-Kucher.
Aber eine Kleinigkeit wird doch drin sein? Nicht für alle. Jeder Sechste (15%) streicht das Budget für Weihnachtsgeschenke komplett. Viele kennen dies bereits aus den Vorjahren, 4% verzichten 2025 jedoch erstmals auf die Ausgaben. „Wer das Geschenkbudget auf null setzt, spart meist nicht freiwillig – er hat schlicht keinen Spielraum mehr“, so Leon Smarsly, Senior Manager in der Retail-Practice von Simon-Kucher.
Sinkende Ausgaben sind Alarmzeichen
Dass es sich bei dem Trend nicht nur um bewussteren Konsum handelt, zeigt sich auch daran, dass die Deutschen selbst am Essen sparen. Mehr als ein Drittel der Deutschen (37%) will 2025 weniger für das Weihnachtsessen ausgeben. Bei Menschen im Niedriglohnsegment ist es mit 43% sogar fast die Hälfte. Und das, obwohl der Deutschen liebstes Weihnachtsessen Kartoffelsalat mit Würstchen ohnehin schon ein eher günstiges Gericht ist. „Früher wurde sich wenigstens an den Festtagen etwas Besonderes gegönnt – heute ist für viele selbst an Weihnachten kein feines Essen mehr drin“, sagt Günter.
„Auch der Weihnachtsdeko geht es an den Kragen“, erklärt Smarsly. Fast die Hälfte der Deutschen (48%) will hier weniger ausgeben, rund ein Fünftel (19%) sogar gar nichts mehr. „Natürlich geht es den meisten an Weihnachten nicht um Geschenke, Essen und Deko – dass die Ausgaben 2025 aber so drastisch sinken und viele komplett verzichten, ist ein Alarmzeichen“, resümiert Goller.










