Die Traditionsbäckerei gilt als gutes Beispiel für handwerkliche Qualität, regionale Wertschöpfung und nachhaltiges Wirtschaften. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der direkte Austausch mit Inhaber Claudius Schmiederer, der in siebter Generation die Familienbäckerei führt. Minister Hauk zeigte sich beeindruckt von der konsequenten Ausrichtung auf regionale Rohstoffe, dem handwerklichen Anspruch sowie der Innovationskraft des Betriebs – etwa im Bereich moderner Backtechnik und Mitarbeiterbindung.
„Das Bäckerhandwerk ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer regionalen Versorgungsstruktur – sowohl wirtschaftlich als auch kulturell“, betonte Hauk. „Betriebe wie die Bäckerei Schmiederer stehen für Qualität, Verlässlichkeit und Heimatverbundenheit.“ Die Bäckerei Schmiederer beschäftigt aktuell dreizehn Mitarbeitende und versorgt nicht nur die Region, sondern auch zahlreiche Gäste des Kur- und Ferienorts mit frischen Backwaren. Besonders hervorgehoben wurden im Gespräch mit dem Minister die Herausforderungen der Branche – vom Fachkräftemangel über steigende Rohstoffpreise bis hin zu Bürokratiebelastungen.
Direkten Draht genutzt
Claudius Schmiederer nutzte die Gelegenheit, konkrete Anliegen des Handwerks direkt an die Politik zu adressieren: „Wir brauchen faire Rahmenbedingungen, die uns ermöglichen, unsere Arbeit mit Leidenschaft fortzuführen – ohne dass wir uns täglich mit wachsender Bürokratie auseinandersetzen müssen.“ Mit den kräftigen Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Löhnen und Energie habe allerdings auch die Bäckerei Schmiederer zu kämpfen. In einer Dorfbäckerei sei es „nicht möglich, die Preise so massiv weiterzugeben“. Am meisten störe sich Simone Schmiederer an den Lohnnebenkosten. Es sei ärgerlich, „wenn man den Angestellten mehr Lohn bezahlen will, und es kommt nicht mal die Hälfte an“. Die meisten Mitarbeiter seien schon jahre- oder jahrzehntelang dabei, erklärten die Eheleute Schmiederer. Zum 1. August habe auch eine neue Auszubildende eingestellt werden können.
Begleitet wurde der Ministerbesuch auch von dem Staatssekretär im Kultusministerium Volker Schebesta sowie Bürgermeister Meinrad Baumann und Vertreter der Kommunalpolitik, die den Austausch als wichtiges Signal für die Zukunft des ländlichen Raums begrüßten.
Der Besuch endete mit einem Rundgang durch die Backstube, bei dem Peter Hauk sich selbst von der Qualität der Produkte überzeugte – inklusive einer Kostprobe der beliebten Schwarzwälder Spezialitäten aus dem Hause Schmiederer. Als Gastgeschenk übergaben die Schmiederers an Hauk eine originale Schwarzwälder Kirschtorte, die mit dem Landeswappen aus Marzipan und Schokolade verziert war. Er werde am nächsten Tag den Bundeskanzler treffen und die Torte bei dieser Gelegenheit anbieten, versprach Hauk.










