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Trotz schwieriger Marktlage schätzt das BZL die Versorgung mit Eiern zu Ostern als sicher ein. 
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BÄKO-magazin Titel Ausgabe 4-26
Allgemein

Eierverbrauch steigt

Nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern 2025 auf 252 Eier. Seit 2022 nimmt der Verbrauch kontinuierlich zu, damals lag er bei 234 Eiern pro Person.

Der Nahrungsverbrauch an Eiern wuchs laut der neuen Versorgungsbilanz des BZL im Jahr 2025 auf 21 Mrd. Eier an (2024: 20,7 Mrd.), inklusive verarbeiteter Eier. „Eier stellen eine kostengünstige Quelle für hochwertiges Eiweiß dar“, erklärt Dr. Josef Goos, Leiter des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL). Außerdem könnten Ernährungsformen wie vegetarische Ernährung oder „Low Carb“ ein Grund für den steigenden Eierverbrauch sein.

 

Bestand sinkt um 400.000 Legehennen, Produktion steigt dennoch

Der Bestand an Legehennen war 2025 mit 51,1 Mio.um 400.000 Tiere niedriger als 2024. Darin enthalten ist eine vom BZL hinzu geschätzte Anzahl an Legehennen in Kleinbeständen mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen. Neben dem ab 2026 gesetzlich vorgeschriebenen Rückbau der Kleingruppenhaltungen könnten auch Tierverluste durch Krankheiten ein Grund für die geringeren Bestände sein.

Die Legeleistung der Tiere stieg hingegen an: Von 295 Eiern je Henne und Jahr auf nunmehr 299 Eier je Henne. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 15,3 Mrd. Konsumeier erzeugt (Vorjahr: 15,2 Mrd.). Damit wurde der Inlandsbedarf zu 72% aus heimischer Ware gedeckt (-1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2024) und der Selbstversorgungsgrad sank das vierte Jahr in Folge. Somit muss Deutschland mehr als ein Viertel seines Bedarfs an Eiern importieren.

 

 

Hohe Inlandsnachfrage bremst den Export, Importe stagnieren

Die Importe von Schaleneiern sanken aufgrund der angespannten Marktlage um 1,3%. Die Einfuhr von Eiprodukten (Vollei, Eigelb und Eiweiß, flüssig, getrocknet, gefroren) hingegen stieg um 6%. Insgesamt ergibt sich damit ein knappes Einfuhrplus von 0,8%. Von den importierten Schaleneiern stammten 69% aus den Niederlanden, gefolgt von Polen (knapp 16%) und Belgien (rund 3,4%). Faktoren wie sinkende Legehennenbestände in den Niederlanden und die Auswirkungen der Vogelgrippe, unter anderem in Polen, erschwerten den Import 2025.

Aufgrund des hohen Inlandsbedarfs nahmen die Ausfuhren von Schaleneiern um 12% ab, die von Eiprodukten um 4%. Hauptabnehmerländer waren die Niederlande, Belgien und Italien.

 

Eierangebot zu Ostern knapp, aber langfristig ausreichend

„Sicher wird es wieder eine traditionsgemäß erhöhte Eiernachfrage rund um Ostern geben. Diesen erhöhten Bedarf wird der Lebensmitteleinzelhandel bestmöglich bedienen“, schätzt BZL-Leiter Dr. Josef Goos die Lage ein. Allerdings sei die Marktlage durchaus schwierig: „Auf der einen Seite haben wir eine erneut gestiegene Nachfrage nach Eiern. Auf der anderen Seite sehen wir sinkende Tierbestände aufgrund von Vogelgrippe oder der neu aufgetretenen Krankheit Newcastle Disease sowie des Rückbaus der Kleingruppenhaltung. Das macht die Lage auf dem Eiermarkt derzeit angespannt“, so Goos.

 

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