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Die Menschen in Deutschland verbrauchten in 2025 weniger Konsummilch als im Vorjahr.
© pasita wanseng/Pixabay
BÄKO-magazin Ausgabe 5-26 Titelblatt
Allgemein

Deutsche verbrauchen weniger Milch

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) verbrauchten die Menschen in Deutschland 2025 pro Person mit gut 45 Kilogramm rund ein Kilogramm weniger Konsummilch als im Vorjahr. Käse und Butter hingegen wurden beliebter.

Laut der BZL-Versorgungsbilanz Milch lieferten heimische Erzeuger im Jahr 2025 rund 31,6 Mio. Tonnen Milch an deutsche Molkereien. Das war gut ein Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus wurden unter anderem vier Mio. Tonnen Konsummilch, 2,8 Mio. Tonnen Käse und 518.100 Tonnen Butter sowie Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse (in Produktgewicht) hergestellt. Wobei für die verschiedenen Produkte unterschiedlich viel Milch benötigt wird: Um beispielsweise ein Päckchen Butter (250 Gramm) herzustellen, bedarf es rund fünf Kilogramm Milch.

 

 

Herstellung von Konsummilch sinkt

Die hergestellte Menge an Konsummilch sank zum fünften Mal in Folge, diesmal um 2,6%. Der rechnerische Verbrauch fiel um rund ein Kilogramm auf 45,1 Kilogramm pro Kopf. Der Selbstversorgungsgrad blieb 2025 mit 106,3% nahezu konstant (Vorjahr: 106,6%).

Die Herstellungsmenge von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen stieg 2025 um 9,4%. Der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch stieg um 250 Gramm auf 5,6 Kilogramm (in Produktgewicht). Die gesteigerte Produktion, die geringere Einfuhr (-7,9%) und die größere Ausfuhr (+5,2%) führten insgesamt zu einem höheren Selbstversorgungsgrad von 111,5% (2024: 106,6%).

 

 

Pro-Kopf-Verbrauch von Käse steigt

Die Käseherstellung wuchs leicht von 2,74 (2024) auf 2,76 Mio. Tonnen. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg bei den meisten Käseerzeugnissen (Hart-, Schnitt- und Weichkäse und vor allem bei Frischkäse) an. Ausnahmen stellen Pasta filata und Schmelzkäse dar. Insgesamt verbrauchten die Bürger/innen mit 26,4 Kilogramm Käse pro Person erneut knapp ein Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Der Selbstversorgungsgrad sank auf 125% (Vorjahr: 129%).

Der seit 2015 anhaltende Trend, dass die Anzahl an Milchkühen sinkt, setzte sich 2025 nicht fort. Es zeichnete sich ein leichter Anstieg um mehr als 7.000 auf knapp 3,6 Mio. Tiere ab, während sich die Zahl der Milchviehbetriebe jedoch um 3,1% auf 47.157 verringerte und damit erneut einen Tiefstand erreichte. 2025 hielt somit jeder Milchviehbetrieb durchschnittlich 76 Kühe.

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